YAKOU TRIBE featuring Norbert Scholly
Die seit 25 Jahren bestehende Berliner Band "YAKOU TRIBE" hat im Frühjahr 2019 ihre nunmehr fünfte CD mit dem Titel "Out Of Sight"vorgelegt. Das Quartett um den Kölner Gitarristen Norbert Scholly und den Alt-Saxophonisten Jan von Klewitz verfolgt einerseits nach wie vor die Spur des (amerikanischen) Roadmovies-Soundtracks, andererseits erweitern die Musiker ihre Reiseroute sowohl ins urbane Amerika der 50er Jahre als auch in südamerikanische Gefilde. So steuern Klewitz und der 2017 neu hinzugekommen Kontra- und E-Bassist Pepe Berns folkloristische, brasillianisch-beeinflusste und dem Jazz verpflichtete Songs und Balladen bei, während die Kompositionen Kögels und des versierten Schlagzeugers Rainer Winch dem Progressive Rock der 70er Jahre ihre Aufwartung machen.
Thomas Steinfeld schreibt am 25.04.2019 in der Süddeutschen Zeitung den Artikel: Jazz Mit roten Ohren Jazz im Geiste des Progressive Rock der Siebziger, nur viel lockerer und virtuoser: Das famose neue Album "Out of Sight" des Berliner Quartetts "Yakou Tribe". "Je öfter man das Album "Out of Sight" (Traumton Records) jenes Berliner Quartetts namens Yakou Tribe hört, desto mehr drängt sich der Gedanke auf, dass sich in diesen zehn Songs ein heiteres, souveränes Spiel mit den "Hörgemeinschaften" längst vergangener Zeiten verbirgt. Jeder von ihnen kann alles spielen, kreuz und quer durch die Genres und die Zeiten.
Der Yakou Tribe wirkt frisch und neu, und dennoch steht die Band noch hundertprozentig zu der Musik, die für sie seit jeher charakteristisch ist. Der Kölner Gitarrist Norbert Scholly, von Klewitz und Co. zeichnen sich dadurch aus, dass sie für jeden Track eine neue Verabredung zwischen Kontinuität und Veränderung finden. Sie bedürfen längst nicht mehr der internationalen Vergleiche, sondern definieren ihren eigenen Markenkern: kurze, zugängliche Jazz-Songs zwischen dezenter Melancholie und unaufdringlicher Heiterkeit, die ihre eigenen Bilder entfalten. Vier Musiker, die nicht miteinander spielen, weil sie einander auf Gedeih und Verderb ausgeliefert wären, sondern weil sie gar nichts anderes wollen.
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