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KabarettComedy&Kritik

Reiner Kröhnert

ER
Freitag
12.04.2024
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Schreinerei
Info: Bestuhlt
Tickets
Vorverkauf: ab 26,20 €

Reiner Kröhnerts
ER

Stephen KINGs ES lebt - hat seine Niederlage gegen die kleinen Paschas vom Club der Verlierer gut überstanden und heißt heute Friedrich Merz.
Ein gutes Lachen ist in der heutigen Zeit eines, das einem im Halse stecken bleibt. Reiner Kröhnert liefert hier zuverlässig.
Egal ob er Trump parodiert, Robert Habeck, Boris Becker oder Klaus Kinski u.v.a. – immer erzeugt er beim Zuschauer das Gefühl, die parodierten Personen auf eine neue, teils verstörend-heitere Weise kennenzulernen.
Die Tatsache, dass er trotz beißender Kritik nie die Grenze des Diffamierenden überschreitet, macht Kröhnert zu einem Kabarettisten und Parodisten, den man ernst nehmen muss - während gleichzeitig das Lachen dort steckt, wo es hingehört: im Hals.
In seinem nunmehr 14. Programm “Reiner KRÖHNERTs ER” lässt er es allerdings derart gruselig krachen, dass einem das Lachen nicht nur im Halse stecken bleibt, sondern bisweilen auch einen eiskalten Schauder über den Rücken laufen lässt. Denn die Zukunft gehört dem 1,98 Meter großen Teutonen Friedrich Merz. Er lauert auf jedwede sich bietende Machtlücke und so hängt das Damoklesschwert einer drohenden Merzrevolution über der Wackel-Ampel.
Kein anderer als der Altmeister des politischen Parodiekabaretts Reiner Kröhnert, ebenfalls 1,98 Meter, verkörpert Friedrich Merz so authentisch in Größe, Mimik und Sprache, dass man fast schon vom doppelten Friederich sprechen könnte.
Vorhang auf, für Reiner Kröhnerts pikant-brisantes Prominenten-Panoptikum! ER weiß “Lachen ist der Hoffnung letzte Waffe”. Viel Vergnügen!
2022 Kleinkunstpreis Baden-Württemberg/Ehrenpreis.

Hier eine Kritik der Leipziger Volkszeitung vom 17.10.23: 

Habecks Fön und Gaucks mentales Frösteln:
Reiner Kröhnert parodiert bei der Leipziger Lachmesse die Politik an die Wand.

Schade, dass er den Preis 2004 schon bekommen hat. Reiner Kröhnert wäre ein heißer Anwärter auf den „Löwenzahn“ dieser Lachmesse-Ausgabe. Am Montag war der Kabarettist mit „Reiner Kröhnerts ER“ in der Pfeffermühle zu Gast. Das Programm hatte im September Premiere, und es ist so neu, dass es wehtut. Es geht um den Krieg. Wie satirisch das sein kann, hat das begeisterte Publikum wohl selbst überrascht.
Kröhnert ist ein Meister der Parodie, also spricht er nicht – er lässt sprechen. „Mehr Krieg wagen“, fordert zum Einstieg Friedrich Merz, „schließlich war das mal unsere Kernkompetenz“. Von der ehelichen Pflichterfüllung, bei der ein Nein als Ja gehört wird, „das hat sich seit Jahrtausenden so eingemendelt“, schließt Merz auf den Willen der Wähler, die bei der AfD ihr Kreuz machen, wenn sie die CDU meinen.
Kröhnert steigt als „GröFaZ“ aus der Hölle
Schlachtfelder finden sich überall. Im Schlafzimmer, auf Pressekonferenzen. Und in der Talkshow „Krieg aber fair“. Moderator Michel Friedman hat den Philosophen Rüdiger Safranski an seiner Seite und als Gast Robert Habeck, Boris Pistorius, Boris Becker oder Daniela Katzenberger. Da prallen keineswegs entgegengesetzte Weltsichten aufeinander, sondern verschiedene Formulierungen. Becker hat in Verhandlungen den Seifen-Krieg im Londoner Gefängnis gewonnen. Die im Zickenkrieg erfahrene Katzenberger trainiert ihre Tochter durch Computerspiel und bekommt da „voll die Gänsehaut um die Nippel“. Sprechweisen, Mimik und Gesten kennzeichnen die Figuren, während Kröhnert sich fläzt und krümmt und in den Knien schwingt. Mal steht er, mal sitzt er. Eine Brille markiert Merz, eine Perücke Angela Merkel, mehr Requisiten braucht er nicht. Als Wolfgang Schäuble dreht er kurz am Stuhl und empfiehlt Merz als GröKaZ, „Größten Kanzler aller Zeiten“. Da dreht sich der GröFaZ, „Größte Feldherr aller Zeiten“, im Grabe um, und schon steht Hitler auf der in höllenrotes Licht getauchten Bühne, um sich über Annalena Baerbock zu freuen: „Wir führen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander“ war der Außenministerin im Europarat in Straßburg entfahren.
Habecks Fön und Gaucks mentales Frösteln
Ex-Kanzler Gerhard Schröder träumt, Hand in der Hosentasche, davon, mit Oskar, Sahra und Klaus eine neue Partei zu gründen, schließlich sei er zwei Jahre jünger als der US-Präsident Joe Biden. Und Ex-Bundespräsident Joachim Gauck wählt „ein mittleres pastorales Pathos“, um den Menschen sein Konzept „Frieren für die Freiheit“ nahezubringen. Die Inspiration dafür empfing er am prasselnden Kaminfeuer bei einer Tasse wärmenden Tees. Kröhnert beherrscht auch „die rhetorische Kunst des Sichwindens“, aus der die Figur Robert Habeck schlüpft, der als „Philosoph gefangen im Körper eines Wirtschaftsministers“ argumentiert. Ein Fön in der Badewanne könne tödlich sein, aber ist er deshalb eine Waffe? Panzer lassen sich ganz einfach zu mobilen Wärmepumpen umrüsten. „Die Wahrheit ist dehnbar, biegbar und unter bestimmten Umständen sogar faltbar“, sagt Kröhnerts Habeck. Wo sind die Zensoren, die das aktuelle deutsche Fernsehprogramm gekapert haben, hier im Theater?“ fragt Kröhnert, der die Protagonisten mit ihren eigenen Worten vorführt. Die Ex-Protagonisten Merkel und Honecker schauen eher belustigt auf die Eiertänze auf dem politischen Parkett. Vor allem ist Reiner Kröhnerts Programm über den Krieg ein Friedensprogramm. Darum sagt er nach der Zugabe „nur noch ein einziges Wort: Schalom“.

Falls Ihr Euch die Tickets wirklich nicht leisten könnt, schreibt bitte eine Mail an info@kammgarn.de und wir finden eine Lösung.